Über uns

Am 8. März 2018 haben 6 Mitbürger der Gemeinde Winsen im Dorfgemeinschaftshaus Thören die Bürgerinitiative gegründet. Hintergrund der Initiative sind die zunehmenden Wolfssichtungen am Tage und Nahbegegnungen mit dem Wolf in unseren Dörfern. 
Seit der Gründung haben wir intensiv an der Bekanntmachung unserer Befürchtungen und Absichten gearbeitet. 
Wir haben einige Veranstaltungen selber organisiert und an vielen anderen teilgenommen.  Es wurde ein Logo, ein Flyer und eine Facebookseite erarbeitet. Mittlerweile haben sich mehrere  Bürgerinitiativen nach unserem Vorbild gegründet.
Wir haben zur Zeit fast 250  Mitglieder und unser Facebook Auftritt hat beinahe 1000 Abonnenten.
Auch durch unseren Einsatz werden die Bedenken der Landbevölkerung in der Landes- und Bundespolitik besser wahrgenommen.

Landleben

Wir leben auf dem Land -  viele von uns auf den Höfen oder in den Häusern, die schon unsere Eltern oder Großeltern gebaut haben.
Wir bewirtschaften unser Land, wir halten hier unsere Tiere und bebauen unsere Felder.
Wir tun dies in unseren Dorfgemeinschaften, in denen man sich kennt und schätzt.
Ja, wir leben von und mit diesem Land und erhalten damit diese Landschaft, die mancher Städter in seiner Freizeit so sehr schätzt. Schätzt, wie die Tierwelt rund um unsere Dörfer, mit der wir seit vielen Generationen verbunden sind. Auch wenn so manches Wildschwein unser Land hin und wieder umgräbt oder sich der Fuchs ein Huhn holt.
Ein Zusammenleben mit Geben und Nehmen sowie ohne den Zwang sich und seine Tiere mit immer höheren Zäunen schützen zu müssen, wie es seit einigen Jahren die Anwesenheit des Wolfes bei uns fordert. Unsere Tiere waren immer gut aufgehoben hinter einem hütesicheren Zaun. 
Wir haben als Kinder in Wald und Feld rund ums Dorf gespielt. Auch unsere Kinder und Enkel sollen weiter sorglos auf Höfen und in der Natur aufwachsen können, so wie wir es durften. 
Diese Bewegungsfreiheit in unserem Lebensraum wird uns zunehmend durch die steigende Zahl der Wölfe genommen. Man soll sich verbarrikadieren oder wegziehen - so wird uns von nicht betroffenen Bürgern geraten.
Die Entscheidung für ein Leben auf dem Land resultiert frei von unnötigen Zwängen zu sein, den Abstand von Querelen und zu den Einschränkungen in einer dicht bewohnten Stadt zu haben.
Wir haben hier bisher nicht in einer Wildnis gelebt und wollen dies auch in Zukunft nicht!
Unser Leben mit der Natur hat über 200 Jahre ohne den Wolf bestens funktioniert. Oder will man uns heute mitteilen, dass unsere Vorfahren alle dumm waren?
Wir werden uns nicht von Menschen, die den Wolf nur aus dem Fernsehen oder aus Zoos kennen - wo die Tiere hinter meterhohen Zäunen gehalten werden - vorschreiben lassen, wie es mit Wölfen auf dem Lande funktionieren soll!
Es kann nicht sein, dass wir einem Groß-Raubtier unseren Lebensraum überlassen sollen.